Ungeeignete Lebensmittel für Babies unter einem Jahr

Sobald dein Baby die Darmreife erreicht hat, kann alles babygerecht vom Familientisch angeboten werden. Es gibt nur einige Dinge, die zu beachten sind. Denn ein Paar Lebensmittel darf dein Baby noch nicht essen.
Welche das sind, und warum, liste ich Dir hier auf:

  • Pseudogetreide, darunter fallen Quinoa, Amaranth und Buchweizen. Diese Getreidesorten sind in unseren Breitengraden nicht üblich und somit hat unser Darm sich noch nicht ausreichend damit "beschäftigen" können. Sie enthalten Gerbstoffe, die für unsere Babies noch nicht verträglich sind. Chiasamen können bis max 15 gr  angeboten werden.


  • Achte nur darauf, dass diese nicht roh sind. Sie nehmen sehr viel Flüssigkeit auf, dies kann für Babies gefährlich werden. Als Pudding sind sie vollkommen in Ordnung.


  • Alkohol ist logischerweise ein No Go, aber dieser wird gern im Gulasch oder Risotto verarbeitet. Alkohol verkocht nie ganz. Ersetze diesen einfach mit Traubensaft und Essig oder Brühe.


  • Honig sowie Ahornsirup sind unter zwei Jahren nicht zu empfehlen. Beides enthält Bakterien, die auch durch die Hitze beim Backen nicht vollkommen zerstört werden, nur durch zusätzlich hohem Druck, dies ist in der privaten Küche zu Hause nicht zu leisten. Es droht Säuglingsbotulismus. 


  • Rohe Lebensmittel - wie Fisch, Fleisch, Ei und bestimmte Wurstsorten - haben in der Babynahrung nichts zu suchen. Also ist Sushi oder eine Salami erst einmal tabu. Auch das Filet muss "well done" sein!


  • Nüsse im Ganzen, sind erst mit den Backenzähnen und dem Pinzettengriff anzubieten. Die Verschluckungsgefahr ist zu groß. Gemahlen können sie jederzeit beigefüttert werden. Solange eine Nußallergie ausgeschlossen wurde.


  • Fast Food ist in der Regel zu salzhaltig. Mal eine Pommes ist nicht schlimm, aber hier macht natürlich die Dosis das Gift!


  • Süßungsmittel wie z. B. Stevia oder Süßstoff sind nicht nötig. Unsere Kinder brauchen keine Süße, damit es ihnen schmeckt.


  • Lightprodukte, diese Produkte sind auch nicht notwendig, lasst sie lieber weg.


  • Blattsalate sollten erst mit den Backenzähnen angeboten werden. Sie bleiben gern am Gaumen hängen, sehr unangenehm für Euer Baby und können es verwirren.


  • > gr Salz pro Tag, Salz ist wichtig also gänzlich darauf verzichten darf man also darauf nicht. Doch die Nieren können im ersten Jahr noch nicht große Mengen verarbeiten.

      7 gr pro Woche sind absolut vertretbar. 


  • Rohmilchprodukte sind in der Schwangerschaft und bei Babies ein Tabu. Auch hier sind es die Bakterien, die schädlich sind. Milchprodukte bis max. 200 ml sind in Ordnung.






BLW und vegetarische oder vegane Ernährung 

Schwieriges Thema! 
Eine vegetarische (laktovegetarische oder ovo-laktovegetarische) Ernährung ist auch für Kinder möglich, wenn sie vielseitig ist und nährstoffreiche Lebensmittel beinhaltet. Hier fängt es aber schon(leider an). Die wenigsten Eltern kennen sich tatsächlich mit Lebensmitteln, deren Wirksamkeit und die damit verbundenen Zusammenhänge der Verdauung aus. Eine grundlegende Aufklärung ist notwendig! Denn nur dann kann gewährleistet werden, dass ein Kind die für sein Wachstum notwendigen Nährstoffe in ausreichender Menge erhält.

Besonders nährstoffreich sind Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte (z. B. Kichererbsen, Tofu), gemahlene Nüsse und Vollkornprodukte. Um einen Mangel an Eiweißen, wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen zu verhindern, sollte das Kind zudem regelmäßig Milchprodukte und Eier essen. Besondere Aufmerksamkeit sollten Eltern allerdings auf die Versorgung mit Eisen und Zink legen. Der regelmäßige Verzehr von Hafer und Hirse in Form von Müsli, Brot oder Getreidespeisen schützt Kinder vor Eisenmangel. Aber auch nur, wenn sie nicht mit eisenhemmenden Lebensmitteln verzehrt werden. Auch sollten mehrmals in der Woche Hülsenfrüchte und viel eisenreiches Gemüse (zum Beispiel Fenchel, Zucchini, Spinat) und Salate auf dem Speiseplan stehen. Da Vitamin C die Eisenausnutzung verbessert, sollte ein Vitamin-C-reiches Lebensmittel zu den Mahlzeiten gehören. Salate im Sinne von Blattsalaten fällt aber für die Kleinen weg, wenn sie noch keine Backenzähne haben. Vitamin-C-reich sind unter anderem Orangensaft, Paprika und Äpfel.

Eine vegane, also streng vegetarische Kost nur aus pflanzlichen Lebensmitteln ist dagegen für Kinder ungeeignet. Neben der Gefahr, dass ein Kind zu wenig Energie und Eiweiß erhält, ist oft auch die ausreichende Aufnahme insbesondere von Kalzium, Eisen, Jod, Selen, Vitamin D, B2, B12 und langkettigen Omega-3-Fettsäuren kritisch. Das kann die Gesundheit und Entwicklung gefährden. Ich kenne die meisten FB Gruppen für dieses Thema und leider schwirren da viele Halbweisheiten herum und nur wirklich wenige Mamas haben ein fundiertes Wissen.

Bei veganer Ernährung ist das Risiko eines Nährstoffmangels groß und eine regelmäßige ärztliche Kontrolle und Supplementierung von Nährstoffen erforderlich. Ist so die Frage, ob die Supplementierung dann eine bessere Wahl darstellt.

Wir sind keine Vegetarier, wir essen gern aber sehr ausgewählte Fleischsorten. Es ist ein gesunder Umgang, den wir Zuhause pflegen. Wir haben einen Fleischbauern, der uns gern Auskunft über die Haltung und Verfütterung gibt. 
Ich verstehe die Haltung von Eltern, die eine vegetarische Ernährungslehre bevorzugen und respektiere sie auch. Aber es war mir nur wichtig, mal den Grundsatz zu diesem Thema aufzupflücken.
Informieren, auseinandersetzen und belesen ist hier das A und O. Man erkennt nicht gleich jeden Mangel und das ist das tückische daran. 
Ich persönlich halte eine vegane Ernährung bei Babies und Kleinkinder für völlig ungeeignet und sehr gefährlich. Eine vegetarische dagegen machbar, wenn die Eltern sich ärztlichen Rat einholen und fundiertes Wissen über Lebensmittel inne tragen.

Das Wachtelei

Das Ⓔⓘ ist das worum es auf diesen Teller geht heute. Versetzt Euch mal in die Position Kindes. Alles ist in der Regel sehr groß, Mama und Papa schneiden alles hand- oder mundgerecht. So kriegen die Kleinen oft nicht das Ganz wirklich zu sehen und das Verständnis fehlt dann manchmal, wenn sie es in der großen und ganzen Form sehen. Meistens werden eher die Cherry- oder Fatteltomaten gegessen. Warum? Na weil sie als ganzes gesehen, ertasten, gegriffen und hineingeboren werden kann. Ein ganz anderes Esserlebnis, als eine Scheibe einer großen Tomate - und oft auch nicht so lecker süß.

Genau so ist es auch mit 🅔🅘🅔🅡🅝. Als ich letztens mal wieder über den Markt bin, haben mich diese Wachteleier angelacht. Ich habe ein Päckchen gekauft und was soll ich sagen, meine Große mag Eier nicht so wirklich, aber die Kleinen hat sie verputzt, als wären es Schkobons. Der Kleine fand sie auch gut. Ich konnte gerade so noch ein Foto machen, deswegen diese Leere auf dem Teller, denn schwupps war alles weg.
Und ganz nebenbei erwähnt, habt Ihr mit dem Ei ein Multivitalent. So klein sie sind – bei einigen Nährstoffen haben Wachteleier im Vergleich zu Hühnereiern die Nase vorn. Sie enthalten z.B. mehr Eisen. Außerdem mehr Vitamin B1 und Vitamin B12. Insgesamt bekommt Ihr die Mineralstoffe Kalium, Natrium, Magnesium, Kalzium, Phosphor, Eisen, Zink, Selen  und die Vitamine A,  E, D, K. Und besonders wichtig, es versorgt mit essentiellen Aminosäuren.
Kinder, die sich noch im Wachstum befinden, haben zudem einen erhöhten Bedarf an den Aminosäuren Histidin (u. a. zuständig für das Wachstum) und Arginin (regelt u. a. den Blutdruck und die sportliche Leistungsfähigkeit). Sie produzieren diese Aminosäuren nicht in ausreichender Menge, können ihren Bedarf über den Verzehr von Wachteleiern aber decken. Also auch super für die großen Geschwister!
Und ein besonderer Benefit: Knapp die Hälfte der Hühnereiallergiker verträgt Wachteleier gut. Der Grund: Die Inhaltsstoffe von Wachtel- und Hühnereiern ähneln sich zwar, sie sind aber nicht identisch. Wichtig ist aber, ärztlichen Rat einzuholen und die Nahrungsmittelunverträglichkeit testen zu lassen.